Weihnachtsfeier 2005 PDF Drucken
Dienstag, 13. Dezember 2005 um 16:41

Geturnt wurde diesmal nicht

von Gerhard Dubinyi

 

Turndarbietungen und Theatervorführungen: Die gab es in den vergangenen Jahren bei den Winterfeiern des Turnvereins Hausen zu sehen. Diesmal wurde nicht geturnt – ein Übungsleiter für den Nachwuchs fehlt nämlich.

Großen Zulauf hat dagegen die Dance Company. Die Frauen-Gruppe um Martina Wolf und Steffi Hager zeigte, dass man sich mit dem Stepp-Brett gut in Form bringen kann. Sabine Becher hatte mit ihrer Frauengymnastik-Gruppe ebenfalls eine eindrucksvolle Show-Nummer einstudiert: Zunächst sahen die Zuschauer tanzende Gesichter - diese waren auf die Knie der Frauen aufgemalt, was erst im Laufe der Vorführung klar wurde.

Die Fußballer des TV mit Abteilungsleiter Mike Mayer wollten wohl dem Hintergrund-Song Das bisschen Haushalt schafft sich von alleine widersprechen und kamen als Hausener Putzteufel in Schürze und mit Besen, Wedel und Schrubber bewaffnet auf die Bühne.

Die charmanten Damen von der Dance Company, die im Stil der 20er Jahre gekleidet auf die Bühne kamen, zeigten zur Musik Chicago - Big Spender eine choreografisch tolle Darbietung.

Du bist so heiß wie ein Vulkan tönte es aus den Lautsprechern und heiße Hausener Sambatänzer betraten in ihren kurzen Röckchen und schwarzen Badehosen die Bühne. Das Publikum tobte und die Gruppe der Volleyballer und Fußballer unter der Leitung von Karin

Hönnige durfte ohne Zugabe nicht von der Bühne.

Das Theaterstück „Das Kur-Kendle“" kündigte schließlich der TV-Vorsitzende Friedemann Reiner an und blickte kurz in die Historie zurück: Bereits bei der Winterfeier 1909 habe es Theatervorführungen gegeben, wusste er zu berichten. Ein Familiendrama bahnte sich diesmal auf der Bühne an als Willi Käpsele (Thomas Kühner) seiner Frau Gertrud (Tamara Totzel) und Tochter Sandra (Petra Rath, die auch die Theatergruppe leitet) darlegte, dass er in Kur wolle. Schließlich glaubte die neugierige Nachbarin Kätter (Regina Blatt) zu wissen, dass es bei Käpseles letztem Kuraufenthalt zu einem Seitensprung gekommen war. Leopold Schätzle (Wilfried Keller) war der Überbringer des angeblichen Beweisstücks. Da aber das sonderbare Kendle des Herrn Käpsele die Reise nicht ganz überlebt hatte, wurde Polizist Hurlebauer (Hartmut Reiner) zu Aufklärung hinzugezogen.

Wieder einmal boten die TV-Akteure, toll hergerichtet von Elke Schäufele und mit Soufflierhilfe von Helmut Reiner, einen unterhaltsamen Schwank mit kernigen Dialogen. Sie wurden mit reichlich Beifall belohnt. Der Vereinsvorsitzende dankte zu diesem Anlass dem Allrounder Hartmut Reiner für 25 Jahre Theatereinsatz.